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–mit diesem Gruß möchte ich Ihnen alles erdenklich Gute wünschen für diese besondere Zeit, die wir gerade durchleben.

Astrid SchwerdtfegerMein Name ist Pastorin Astrid Schwerdtfeger. In den nächsten Monaten bin ich als Krankheitsvertretung für Herrn Pastor Henheik zuständig und wohne in der Nähe von Bad Sachsa. Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Stationen auf meinem Weg waren Berlin, Zellerfeld, das Eichsfeld, Bad Sachsa, Göttingen, Rom, das Weserbergland und nun Bad Grund und Wildemann.

Leider habe ich erst sehr wenige Menschen in Bad Grund und in Wildemann kennenlernen können. Nun sind wir alle mit der Corona-Krise befasst und müssen auf direkte Kontakte verzichten.

Ängste um unsere Gesundheit plagen uns und Ängste um unsere Lieben. Das Leben in Deutschland, ja in der ganzen Welt steht still. Viele bangen um ihre Arbeitsplätze und fragen sich: Wie wird es mit unserer Wirtschaft weitergehen? Was wird aus der Weltwirtschaft? Und wie wird sich das Ganze auf mich persönlich auswirken?

Auf bittere Weise machen wir die Erfahrung, dass wir das Leben nicht im Griff haben. Auf neue Weise müssen wir vertrauen lernen: Was auch geschieht, wir sind in Gottes Hand. Ein Wort aus den Psalmen hilft uns vielleicht dabei:

„Auf dich, Gott, traut meine Seele und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergeht.“ (Psalm 57,2)

In diesen Tagen und Wochen können wir einander nicht treffen. Wir müssen zurück gezogen leben, was für viele Menschen eine Herausforderung bedeutet.

Manche Menschen sehen in dieser Zeit eine Chance zur Besinnung.

Mich erreichen z. Z. viele digitale Grüße, geistliche Anregungen, humorige Karikatur und interessante Videos.

„Von allen getrennt, aber mit allen verbunden“, so lautet das Motto der christlichen Einsiedler, denen wir uns nun unfreiwillig ein Stück weit anschließen. Es ist Zeit fürs Gebet und wir haben Zeit zu beten!

An jedem Abend um 18 Uhr läuten nun in unserer Gemeinde die Glocken, damit wir in der Krise Fürbitte halten. Viele Menschen stellen als Zeichen Ihres Gedenkens auch eine Kerze ins Fenster. Das folgende Gebet sehe ich als eine von vielen guten Möglichkeiten, wie wir beten können:

Herr, wir bringen dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
 
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
 
Wir beten für alle, die in Panik sind und für alle, die von Angst überwältigt sind;
um inneren Frieden inmitten des Sturms,
um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
 
Guter Gott, wir bringen dir alle, die in Quarantäne sein müssen,
sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können.
 
Berühre du unsere und alle Herzen mit deiner Liebe.
Amen.
 

Mit herzlichen Segenswünschen, Gott befohlen und im Gebet verbunden

Ihre

Pastorin Astrid Schwerdtfeger

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