Wir freuen uns auf Ihren Besuch:
 
Sonntag, 20. Juni 2021, 11:00 Uhr Gottesdienst im Antoniusgarten am Eichelberg in Bad Grund
(bei Regenwetter in der St. Antonius-Kirche)
 
Sonntag, 27. Juni 2021, 17:00 Uhr Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden in der St. Antonius-Kirche Bad Grund
 

"Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth." (Wochenspruch - Sach. 4,6)

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Kräftig wie Feuer oder Wind wird er dargestellt. Erfüllt vom heiligen Geist fingen die Jünger an zu predigen „in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab“.  Pfingsten – das ist der Geburtstag der Kirche. (VELKD)

Gebet:

Komm, Heiliger Geist, heilige uns!
Erfülle unsere Herzen
mit brennender Sehnsucht nach der Wahrheit, dem Weg
und dem vollen Leben.
 
Entzünde in uns auch dein Feuer,
dass wir selber davon zum Licht werden,
das leuchtet und wärmt und tröstet.
Lass unsere schwerfälligen Zungen
Worte finden, die von deiner
Liebe und Schönheit sprechen.
 
Schaffe uns neu, dass wir Menschen der Liebe werden,
deine Zeugen, sichtbare Worte Gottes.
Dann werden wir auch das Antlitz der Erde erneuern,
und alles wird neu geschaffen.
 
Komm, Heiliger Geist, erleuchte uns,
stärke uns, bleibe bei uns. Amen.                                       (Aus der Ostkirche)

                                  

Jesus Christus spricht:

Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. (Johannes 14, 26)

Liebe Gemeinde!

In einer Umfrage wurde deutlich, dass sich die Deutschen mit der Bedeutung ihrer Feiertage nicht besonders gut auskennen. Selbst der Sinn des Weihnachtsfestes ist vielen Menschen nicht klar – bis hin zu der Äußerung „Wurde an Weihnachten nicht der Nikolaus gekreuzigt?“ An Pfingsten geht es um den Heiligen Geist. Eine weitere Meinungsumfrage, was es nun mit dem Heiligen Geist auf sich habe, würde gewiss ebenfalls zu unterhaltsamen Antworten führen.

Im christlichen Glaubensbekenntnis wird uns der Heilige Geist als die Kraft Gottes vorgestellt, die von Gott Vater und von Jesus ausgeht und uns Menschen erleuchten will. Jetzt in der Woche vor Pfingsten, befinden wir uns vom Kirchenjahr her noch in der „geistlosen Zeit“: Jesus hat an seiner Himmelfahrt die Erde verlassen, aber der Heilige Geist ist noch nicht ausgegossen worden. Wir leben in einer Zwischenzeit. Der evangelische Theologe Friedrich Gogarten hat den Begriff „Zwischen den Zeiten“ geprägt - so bezeichnete er die gesellschaftlichen Umbrüche nach dem 1. Weltkrieg.

Auch wir leben „zwischen den Zeiten“: Das gesellschaftliche Leben in Deutschland hat sich verändert. Alte Ordnungen mit ihren festen Regeln liegen hinter uns, was kommen wird, ist noch nicht erkennbar. Unsere Kirche ist anders geworden. Vieles ist in Auflösung begriffen, Vertrautes muss verabschiedet werden, zugleich gibt es verheißungsvolle Aufbrüche: Neues nimmt Gestalt an!

Auch die gewohnte politische Weltordnung ist am Zusammenbrechen. Die Völker der Erde streiten um eine Neuordnung. Die Arbeitswelt wird sich wandeln. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind in aller Munde. Wird sich das als gut für die Menschen erweisen?

Ja, wir leben „zwischen den Zeiten“ – die einen skeptisch, die anderen hoffnungsfroh. In dieser heiklen Zeit gilt es, auf den Heiligen Geist zu setzen. Vom Geist Gottes ist gesagt:

„Du machst neu die Gestalt der Erde“ (Psalm 104). Uns Menschen schenkt der Heilige Geist Kraft, Liebe und Besonnenheit (2. Tim 1). Der Heilige Geist ist der Beistand, den Jesus seinen Jüngern versprochen hat. Als Geist der Wahrheit wird er neues Leben und neue Lebensmöglichkeiten schenken (Joh. 14).

„Zwischen den Zeiten“ bleibt uns nichts anderes übrig, als um den Heiligen Geist zu beten – z. B. mit der Pfingstsequenz aus dem 13. Jahrhundert:

 

Gebet:

Komm herab, o Heil'ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.

AMEN

 

Eine gesegnete Woche auf Pfingsten zu und ein frohes Pfingstfest wünsche Ihnen

Ihre Pastorin Astrid Schwerdtfeger

 

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