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Wir freuen uns auf die nächsten Gottesdienste:
 
5. Februar, 9:30 Uhr, Gottesdienst in der Maria-Magdalenen-Kirche Wildemann
5. Februar, 11 Uhr, Gottesdienst in der St. Antonius-Kirche Bad Grund, Verabschiedung von Pastorin Schwerdtfeger
Samstag, 11. Februar, 9:30 Uhr, Bergdankfest-Gottesdienst in der St. Antonius-Kirche Bad Grund
Sonntag, 19. Februar, 9:30 Uhr, Bergdankfest-Gottesdienst in der Maria-Magdalenen-Kirche Wildemann
Sonntag, 26. Februar, 9:30 Uhr, Gottesdienst in der Maria-Magdalenen-Kirche Wildemann
Sonntag, 26. Februar, 11:00 Uhr, Gottesdienst in der St. Antonius-Kirche Bad Grund
 
 - Änderungen vorbehalten -

Wir laden ein zu einem Friedensgebet Zuhause für das Leiden unserer Nachbarn in der Ukraine donnerstags nach dem Glockengeläut um 18:00 Uhr

Jesus sprach zu seinen Jüngern:
„Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen,
die auf ihren Herrn warten, auf dass, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun.
Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet.“ (Lukas 12,35-37a)
 
Liebe Bergkameradinnen und Bergkameraden!
Liebe Gemeinde!

Die St. Barbara-Feier in der Vorweihnachtszeit mit Gottesdienst und anschließendem fröhlichen bergmännischen Beisammensein ist genauso wie das Bergdankfest ein wichtiges Traditionsfest. Wie schön, dass nach der langen Corona- Pause sowohl der Gottesdienst als auch das gemeinsame Essen und Trinken wieder möglich sind!

Die Hl. Barbara hat ihren Platz in der Adventszeit, ganz besonders für Bergleute, da sie als Schutzpatronin des Bergbaus verehrt wurde.
 
Evangelische Christen beten direkt zu Gott. Sie rufen weniger die Heiligen an. Aber für evangelische Christen sind die sog. Heiligen Vorbilder im Glauben und das gilt auch für die Heilige Barbara!
Barbara war die Tochter eines gewissen Dioscuros und lebte in der Stadt Nikomedia, die damals zur Provinz Kleinasien im römischen Reich gehörte. Das ist heute Izmit in der Türkei. 
Der Überlieferung zufolge wurde sie in der Zeit der Christenverfolgung im Römischen Reich (das war im 3. Jahrhundert) von ihrem eigenen Vater enthauptet, weil sie sich weigerte, ihren christlichen Glauben und ihre jungfräuliche Hingabe an Gott aufzugeben.
 
Die später verschriftlichte Legende erzählt:
Barbara war eine sehr schöne und kluge junge Frau. Ihr Vater Dioscuros versuchte, sie von der Außenwelt abzuschirmen und sperrte sie in einen eigens dafür gebauten Turm. Viele junge Männer aus Nikomedia hielten um ihre Hand an. Barbara jedoch wies die Verehrer zurück.
In Abwesenheit ihres Vaters nahm Barbara den christlichen Glauben an und entschied sich, als Eremitin zu leben. Als ihr Vater von ihrer Bekehrung zum Christentum erfuhr, versuchte er in rasender Wut, seine Tochter zu töten.
Auf der Flucht öffnete sich vor Barbara ein Felsen, aber ein Hirt verriet sie. Dann wurde sie gefangen genommen und vor einen Richter gebracht, der das Todesurteil aussprach und sie foltern ließ. Dioscuros selbst enthauptete seine Tochter und wurde vom Blitz erschlagen. Hier ist der Anknüpfungspunkt für die Anrufung Barbaras in Gefahr eines plötzlichen Todes, zunächst durch Blitzschlag, dann aber auch im Bergbau und im Militär.
 
Die Bergleute konnten sich im Laufe der Geschichte mit St. Barbara identifizieren, weil sie sich und ihre eigene Bergmanns-Situation in Barbaras Situation wiederfanden:
In einem dunklen Turm soll Barbara eingeschlossen gewesen sein. Der Schacht, in den die Bergleute einfuhren und in Gegenden mit noch existierendem Bergbau immer noch einfahren, ist ebenfalls dunkel und von der Welt und dem Tageslicht abgeschnitten.
 
In einem Bergmannchoral heißt es von Gott:
„Du standest uns so manches Jahr im dunklen Schacht zur Seite, / gabst uns auf Wegen der Gefahr dein treuliches Geleite …“
Von der hl. Barbara wird erzählt, dass sie in ihrem dunklen Verließ nicht müde wurde Gott und Christus Loblieder zu singen. So heißt es auch im Bergchoral: „Dich preist mein Lied, ehrt mein Gesang / hoch auf aus rauem Felsenhang“.
Ja, die Bergleute identifizierten sich in ihrer gefahrvollen Arbeit unter Tage mit dem Schicksal der hl. Barbara. In den Wintermonaten sahen sie nur selten das Tageslicht.
Jesus sagt in unserem Evangelium:
Lass eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten!
Barbara hat ihr Glaubenslicht auch in dunklen Zeiten brennend gehalten!
Die Grubenlampen unter Tage sind auch ein Bild des Glaubenslichtes in einer dunklen Welt, so wie jetzt die vorweihnachtlichen Lichter und die Schwibbögen in den Fenstern etwas Hoffnungsvolles in der Dunkelheit an sich haben.
 
Liebe Bergleute, liebe Gemeinde!
Wie halten wir es mit dem Glaubenslicht?
Bitten wir Gott um das Licht des Glaubens in unserer Zeit?
In den vergangenen drei Jahren ist Finsternis über unsere Welt gekommen: Erst Corona, dann der grausame Krieg in der Ukraine, zudem verschiedene Krisen in unserem Land: Es mangelt an Energie und Arbeitskräften. Für viele Menschen ist das Geld knapp geworden. Die Preise für Lebensmittel und viele andere Dinge sind angestiegen.
Unser Bundeskanzler hat von der Zeitenwende gesprochen. Ja, die meisten von uns haben materiell gesehen güldene Jahre hinter sich: Dem 2. Weltkrieg und der Nachkriegszeit folgte ein stetes Bergauf.
Und nun sind viele Lichter ausgegangen.
Viele Menschen sind verunsichert. Viele Menschen haben Angst vor der Zukunft.
Auch unsere Vorstellung von dem, wie ein gelungenes Leben aussehen sollte, wird in diesen Zeiten infrage gestellt:
Vielleicht werden unsere Enkelkinder kein Eigenheim mehr bauen können und sich auch keine Reisen ins Ausland mehr leisten wollen.
Es wird in den nächsten Jahren nicht um Besitzstandswahrung gehen, sondern darum, dass wir uns den Herausforderungen der Zeitenwende stellen.
Dazu brauchen wir das Licht des Glaubens – so wie die Barbara das Licht des Glaubens in ihrem Turm gehütet hat.
Wir brauchen das Licht des Glaubens in unserer Welt, die dunkler geworden ist, so wie die Bergleute die Grubenlampe in der Finsternis des Schachts gebraucht haben.
Genauer gesagt brauchen wir drei Lichter:
Wir brauchen das Licht des Glaubens, das Licht der Hoffnung und das Licht der Liebe.
Jesus hat uns das Licht des Glaubens versprochen.
Er sagt: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern er wird das Licht des Lebens haben.
 
Aber auch das Licht der Hoffnung ist unverzichtbar!
Joachim Gauck, unser Bundespräsident i. R., hat vorgestern in einem Interview gesagt: „Ohne Hoffnung geht es nicht!“ Ein paar Tage zuvor meinte Wolfgang Schäuble zu seinem 50-jährigen Berufsleben als Politiker: „Zuversicht ist unerlässlich!“
Peter Hahne schreibt: Viel zu viele Christen machen den Mitmenschen die Welt madig und mies, sie betätigen sich als Bedenkenträger, statt Hoffnungsträger zu sein.
Es gibt nicht-christliche Strömungen, die weniger von Hoffnung sprechen, dafür von der „Kraft des positiven Denkens“
Der Apostel Paulus schreibt: Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr berufen seid! (Epheser 1,18).
In diesem Sinne ruft Gott den Seinen zu: Sei getrost und unverzagt! Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst! (Jos.1,9)
Der Beistand Gottes, mit dem wir uns den neuen Herausforderungen stellen (und nicht ein Zurück in die fetten Jahre) ist unsere Hoffnung!
Besonders wichtig ist das dritte Licht, das Licht der Liebe: In dem Maße, in dem wir uns um andere Menschen kümmern, nimmt unsere Angst um uns selber ab.
In seiner hoch differenzierten Rede zur Lage der Nation hat unser Bundespräsident Frank Walter Steinmeier gesagt, wie es ist: Wir sind in eine „Epoche des Gegenwinds“ getreten.
Gleichzeitig hat er auf die kleinen und die großen Schritte hingewiesen, mit denen wir gemeinsam die derzeitige Krise meistern können. Steinmeier sagte:
Niemand schränkt sich gern ein, dennoch geht es darum, dass wir unsere Perspektive verändern und nicht als Erstes fragen: “Wer kann mir die Last abnehmen?“ Eine andere Haltung bzw. eine andere Fragestellung ist nun von Nöten, nämlich: „Hilft das, was ich jetzt vorhabe, um gemeinsam durch die Krise zu kommen?“ Es geht darum, die rechten Entscheidungen zu treffen, wie und wie schnell wir uns fortbewegen, was wir essen oder wie wir bauen und wohnen. Wir haben viel zu tun, wenn die Umstellung gelingen soll.
Es ist Ausdruck der Liebe, wenn ich auf das Ganze unseres Landes schaue und nicht nur auf meinen eigenen kurzfristigen Vorteil.
 
Es ist Ausdruck der Liebe, wenn ich nicht nur über die eigenen Einschränkungen jammere und klage, sondern wenn ich mich auch für das Leid der Armen in unserem Land interessiere. Die Tafel braucht dringend Lebensmittelspenden!
Es ist auch Ausdruck von Liebe, wenn ich nicht nur über die heruntergeschalteten Heizungen bei uns meckere, sondern wenn ich mich für die Ukrainer interessiere, die in diesen Tagen (auch an Weihnachten) ohne Heizung, Licht und Wasser auskommen müssen. Es gibt ja durchaus die Möglichkeit für die Winterhilfe in der Ukraine zu spenden!
In dem Maße, in dem ich anderen Menschen in der Not helfe, vollziehe ich einen Perspektivwechsel, der mir letztlich selber gut tut.
Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Matthäus 5,16).
 
Liebe Gemeinde,
Barbara hat ihr Licht des Glaubens trotz der Finsternisse in ihrem jungen Leben leuchten lassen, denn Gottes Licht ist stärker als alle Dunkelheit!
Dafür ist auch das Grubenlicht ein starkes Symbol: Die Finsternis kann das Licht nicht verschlingen! Das Licht ist immer stärker als die Finsternis!
Dazu passt das schöne Gebet: Herr, dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf allen meinen Wegen. (Psalm 119,105)
 
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gesegnete Weihnachtszeit und heute ein fröhliches Fest.
Glück auf!
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.
Gott,Du bist für uns der Vater,
der sich erbarmt und der uns tröstet!
Die dunklen Wolken der Pandemie haben sich noch nicht verzogen,
da ziehen schon neue Todesschatten über den Menschen auf:
Im Osten Europas schlagen Nationalismus und Krieg Wunden zwischen den Völkern, säen Zerstörung und Tod;
auch im Heiligen Land treiben Hass und Gewaltbereitschaft weiter Wurzeln.
Herr, allmächtiger und barmherziger Gott, ich rufe zu Dir:
Sei mit allen, die im Krieg leiden.
Beschütze die Hilflosen, vor allem die Kinder, die Kranken und die Gebrechlichen. Stehe den Verwundeten und Verletzten bei.
Nimm die Verstorbenen auf in Dein Haus des Lebens.
Vater im Himmel, ich bitte Dich: Sende Deinen Geist aus!
Damit die Menschen wieder und neu zueinander finden.
Damit sie einander heilen und trösten können.
Hilf ihnen in Deiner Liebe
miteinander Schritte der Versöhnung und des Friedens zu wagen.
Begleite, stärke und segne sie auf Wegen in eine gerechtere, freie und friedliche Zukunft.
Herr und Gott,
auf Dich blicke ich,
auf Dich hoffe ich.
Denn Du bist der liebende und menschenfreundliche Gott. Heute. Morgen. Alle Tage bis in Ewigkeit.
 
(Aus der Dormitio in Jerusalem)
 

KATASTROPHENHILFE

Spendenkonto: Evangelische Bank |

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02 BIC: GENODEF1EK1

 

Für manche Menschen sind die Predigten in den Hauptgottesdiensten zu lang. Da passt es, wenn es in Zukunft auch kurze Gottesdienste ohne Predigt geben wird!

Der tiefere Sinn: In vielen Kirchengebäuden in unserer Landeskirche gibt es nur noch selten Gottesdienste – einmal im Monat oder fast gar nicht mehr außer an Weihnachten und zu Jubiläen. Die Menschen in den Orten lieben aber ihre Kirche und wollen auf keinen Fall, dass ihre Kirche verwaist. Die Russen sagen zuweilen: „Diese Kirche arbeitet nicht mehr”.

Wir im Oberharz werden in Zukunft nur noch zwei Pastoren haben, dazu gibt es Lektor*innen und Prädikant*innen, die in einem Rhythmus, der von der Größe der jeweiligen Kirchengemeinde in der Regel von außerhalb in unsere Bergstädte und Ortschaften kommen.

Die Kleinen Gottesdienste schaffen darüber hinaus Kontinuität. Sie werden von Ehrenamtlichen im jeweiligen Ort verantwortet: Ein Lied, ein Psalm, ein Text aus der Bibel, dazu vielleicht eine kleine Geschichte oder Meditation aus einem Andachtsbucht, ein Gebet mir Vaterunser und Segensworte. Vielleicht gibt es jemanden in der Gemeinde, der ein Instrument spielt – Flöte, Trompete, Gitarre, Akkordeon. Oder man spielt digital moderne oder traditionelle Kirchenmusik ein. In manchen Gemeinden gibt es sogar am Ende der Kleinen Gottesdienste etwas zu trinken oder sogar einen kleinen Imbiss. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Diese Andachten können sonntags angesetzt werden oder auch in der Woche, vielleicht nachmittags oder abends.

Wir wissen ja nicht, was uns die Zukunft noch bringen wird. Es geht darum, dass unsere Kirchen nicht zum Museum werden, sondern dass wir das zuweilen winzige Feuer unseres Glaubens miteinander hüten, indem wir auf einfache Weise zusammen beten, gute Worte Gottes aus der Bibel auf uns wirken lassen und uns als Gemeinschaft der Glaubenden erleben.

In Bad Grund und in Wildemann wollen wir in der Adventszeit mit einem „Kleinen Gottesdienst” beginnen. Gesucht sind Ehrenamtliche aus allen Generationen, die sich mit mir treffen, so dass wir gemeinsam überlegen, wo und wann und auf welche Weise so ein „Kleiner Gottesdienst” bei uns gestaltet werden könnte. So lange, wie ich noch im Harz bin, werde ich Sie sehr gern bei der Vorbereitung und der Durchführung der Kleinen Gottesdienste unterstützen.

Bitte haben Sie den Mut und melden Sie sich:
In Bad Grund bei Frau Schubert im Gemeindebüro, in Wildemann bei Frau Bartels im Gemeindebüro sowie bei Frau Hemschemeier.

Ich freue mich auf Sie!
Ihre Pastorin Astrid Schwerdtfeger

Aktueller Gemeindebrief und Gottesdienstplan der Kirchenregion Oberharz

Pfarramt

 
 
Pastorin Astrid Schwerdtfeger
Eichelberg 4
37539 Bad Grund
Mobil 0178 5625906

Pfarrbüro Bad Grund

Jessica Schubert
Pfarrsekretärin
Eichelberg 4
37539 Bad Grund
Tel. 05327 / 8595401
Fax 05327 / 8595982
Geöffnet:
Di 10:00-12:00 Uhr
Do 16.00-18:00 Uhr

Pfarrbüro Wildemann

Stephanie Bartels
Pfarrsekretärin und Friedhofsverwaltung:
Innerstestraße 11
38678 Wildemann
Tel. 05323 / 6173
Fax 05327 / 84577
Geöffnet:
Dienstag 10-11 Uhr

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